Urnahrung Spirulina platensis

April 28, 2008

Zur Urnahrung gehören Wildpflanzen als Wildkräuter, Getreidegräser und ebenso die zum Verzehr geeigneten Mikroalgen wie Spirulina und Chlorella. Urnahrung ist besonders reich an Chlorophyll.

Bereits vor 4.000 Jahren wurden in China bestimmte Algen als Gesundheitskost verwendet. Die Azteken verwendeten die Spirulina-Algen aus dem Texcoco-See, um sonnengetrocknete kleine Kuchen zu backen. Noch heute wird dies vom Kanembu-Stamm am afrikanischen Tschad-See praktiziert. Die Kuchen werden dort auf dem Marktplatz als Suppenwürfel zum Kochen angeboten. Die Kinder dieses alt eingesessenen Stammes zeigen keinerlei Merkmale von Unterernährung, während im übrigen Afrika Unter- / Mangelernährung weit verbreitet ist.

(Mikro)Algen stehen nicht nur am Anfang der Evolution, am Anfang des Lebens auf der Erde, sondern auch am Anfang der gesamten Nahrungskette. Sie sind also im wahrsten Sinne UR-NAHRUNG.

Fest steht, dass keine anderen Lebensmittel eine derartige Vielfalt an Vitalstoffen aufweisen wie bestimmte Mikroalgen. Vor allem die Süßwasser-Algen Spirulina und Chlorella sowie die AFA-Alge (lat: aphanizomeon flos-aqua) sind für die menschliche Ernährung von Bedeutung.


Vitalstoffe in Spirulina platensis

April 28, 2008

Vitalstoffe der Mikroalge Spirulina platensis – Kurzinformation

Vitalstoffe ist ein Oberbegriff für jene Stoffe (in unserer Nahrung), die notwendig sind, um ein „Funktionieren“ biologischer Reaktionen im Stoffwechsel zu gewährleisten. – Zu den Vitalstoffen gehören die (vom Körper nicht selbst herstellbaren) essentiellen Aminosäuren und die ungesättigten Fettsäuren. Außerdem Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Enzyme, Hormone und – seit wenigen Jahren – die Sekundären Pflanzenstoffe.

Vitalstoffe werden dem Körper zum größten Teil über die Nahrung zugeführt, bestenfalls durch den Verzehr von Lebensmitteln. Eine wichtige Rolle bei der Aufnahme und Verwertung der Vitalstoffe aus den Lebensmitteln spielt Wasser. Es übernimmt den Transport der Vitalstoffe in die Körperzellen und den Abtransport der „Abfallprodukte“ aus den Körperzellen.

In der Spirulina Mikroalge findet sich eine Vielzahl von Vitalstoffen / Inhaltsstoffen:

Essentielle Aminosäuren:

Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin.

Nichtessentielle Aminosäuren:

Alanin, Arginin, Aspartinsäure, Cystin, Glutaminsäure, Glycin, Histidin, Prolin, Serin, Tyrosin.

Essentielle Fettsäuren:

Linolsäure, insbesondere Gamma-Linolensäure (die zur Gruppe der Omega-6-Fettsäuren gehört). – Neben Spirulina ist diese ungesättigte Fettsäure in nur sehr wenigen Lebensmitteln enthalten, unter anderem in der Muttermilch, im Borretschöl und im Nachtkerzenöl.

Pflanzenfarbstoffe:

Carotinoide (orange), Phycocyanin (blau), Chlorophyll (grün).

Vitamine:

Provitamin A (Beta-Carotin), Vitamin E (Tocopherol), Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B5 (Pantothensäure), Vitamin B6 (Pyrodoxin), Vitamin B12 (Cobalamin).

Für Vegetarier ist interessant, dass das Vitamin B12 demnach nicht nur in tierischen Produkten enthalten ist, wie es in vielen Ernährungsratgebern immer noch dargestellt wird.

Folsäure: ein besonders sauerstoff- hitze- und lichtempfindliches Vitamin, welches in der „normalen Nahrung“ nur unzureichend
enthalten ist, jedoch äußerst wichtige Funktionen im menschlichen Stoffwechsel übernimmt.

Biotin: Das „Haut- und Haarvitamin“, in Spirulina im natürlichen Verbund.

Mineralstoffe:

Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, Phosphor, Natrium.

Spurenelemente:

(als Untergruppe der Mineralstoffe) Zink, Kupfer, Mangan, Chrom, Selen, Germanium.

Nukleinsäuren:

RNS (Ribonukleinsäure), DNS (Desoxyribonukleinsäure)


Chlorophyll in der Spirulina Mikroalge

April 28, 2008

Urnahrung (Algen, Getreidegräser) ist besonders reich an Chlorophyll. Die große Bedeutung des Chlorophylls für die menschliche Ernährung geht auf erste Forschungen von Joseph Priestley im Jahre 1780 zurück und ist in den letzten Jahren immer besser erkannt worden.

Chlorophyll, das Blattgrün der Pflanzen, ist essentiell für alles Leben auf unserem Planeten. Es wird schon seit langem auch als „Blut der Pflanzen“ bezeichnet. Im Prozeß der Photosynthese machen sich die Pflanzen das Sonnenlicht mittels Chlorophyll nutzbar. Es hilft den Pflanzen beim Reinigen der Luft und erhöht die Sauerstoffwerte. Chlorophyll ist ein Pigment, mit dem Pflanzen einfallendes Sonnenlicht speichern, um dann aus Wasser und Kohlendioxid Kohlenhydrate herzustellen.

Besonders interessant ist, dass die chemische Struktur des Chlorophylls fast identisch ist mit Hämoglobin, dem roten Farbstoff des Blutes, der für die Bildung und den Transport von Sauerstoff erforderlich ist. Chlorophyll und Hämoglobin unterscheiden sich in ihrer Molekularstruktur nur dadurch, dass Magnesium den Kern des Chlorophyll-Moleküls bildet, Eisen den Kern des Hämoglobins.

Für den „Blau-Anteil“ der blaugrünen Spirulina ist das Pigment Phycocyan verantwortlich, das ebenfalls an der Photosynthese beteiligt ist.