Chlorophyll in der Spirulina Mikroalge

April 28, 2008

Urnahrung (Algen, Getreidegräser) ist besonders reich an Chlorophyll. Die große Bedeutung des Chlorophylls für die menschliche Ernährung geht auf erste Forschungen von Joseph Priestley im Jahre 1780 zurück und ist in den letzten Jahren immer besser erkannt worden.

Chlorophyll, das Blattgrün der Pflanzen, ist essentiell für alles Leben auf unserem Planeten. Es wird schon seit langem auch als „Blut der Pflanzen“ bezeichnet. Im Prozeß der Photosynthese machen sich die Pflanzen das Sonnenlicht mittels Chlorophyll nutzbar. Es hilft den Pflanzen beim Reinigen der Luft und erhöht die Sauerstoffwerte. Chlorophyll ist ein Pigment, mit dem Pflanzen einfallendes Sonnenlicht speichern, um dann aus Wasser und Kohlendioxid Kohlenhydrate herzustellen.

Besonders interessant ist, dass die chemische Struktur des Chlorophylls fast identisch ist mit Hämoglobin, dem roten Farbstoff des Blutes, der für die Bildung und den Transport von Sauerstoff erforderlich ist. Chlorophyll und Hämoglobin unterscheiden sich in ihrer Molekularstruktur nur dadurch, dass Magnesium den Kern des Chlorophyll-Moleküls bildet, Eisen den Kern des Hämoglobins.

Für den „Blau-Anteil“ der blaugrünen Spirulina ist das Pigment Phycocyan verantwortlich, das ebenfalls an der Photosynthese beteiligt ist.


Mikroalge Spirulina

April 26, 2008

Die blaugrüne Spirulina (=lat. spirulina platensis). – Die nur 0,4 mm kleine Spirulina (wegen ihrer Spiralenform) ist die bekannteste Mikroalge, seit Jahrtausenden in unterschiedlichen Kulturen als Lebensmittel verwendet. Sie liefert eine stark basische Nahrung. Ihre blaugrüne Färbung verdankt sie neben dem Chlorophyll (grün) vor allem dem Phycocyanin (blau), einem Polypeptid.

Über 50 Vitalstoffe, alle 8 essentiellen und 10 nicht-essentielle Aminosäuren sowie über 2.000 lebenswichtige Enzyme sind in der Spirulina enthalten. Hinzu kommt die dreifach ungesättigte Fettsäure Gamma-Linolensäure, die zur Gruppe der Omega-6-Fettsäuren gehört, ausserdem die Nukleinsäuren RNS (Ribonukleinsäure) und DNS (Desoxiribonukleinsäure).

Die Forschungen zur Mikroalge Spirulina dauern an, und fast täglich gibt es neue Veröffentlichungen. Dr. rer. nat. Peter Hartig als einer der führenden Spirulina-Experten statiert in einem Interview, dass es kaum möglich sein werde, die Vielfalt der Spirulina in einem chemischen Labor nachzubasteln. – Die Spirulina ist ein nahezu perfektes Lebensmittel, deren Nähr- und Vitalstoffe fast vollständig von unserem Organismus aufgenommen (verstoffwechselt) werden können.